2026: KI fordert IT-Führungskräfte heraus
In den letzten Jahren haben sich generative und agentische KI-Lösungen immer tiefer in die Abläufe von Großunternehmen integriert. Das Aufkommen KI-basierter Technologien erzwingt zunehmend nicht nur einen strategischen, sondern auch einen kulturellen Paradigmenwechsel im Unternehmensalltag.
Als IT-Führungskraft reicht es nicht mehr aus, mit diesen Veränderungen lediglich Schritt zu halten, man muss vorausdenken können. Die eigentliche Frage lautet mittlerweile nicht mehr, ob KI eingeführt wird, sondern wie man dies sinnvoll, verantwortungsvoll und im Einklang mit den Unternehmenswerten umsetzt. Dazu möchten wir im Folgenden einige praxisnahe Orientierungshilfen geben.
Aktuelle Lage: IT-Führungskräfte navigieren häufig im Unbekannten
In heutigen Großunternehmen ist die Einführung von KI alles andere als eine einfache Aufgabe. Die Technologie selbst ist komplex, die Veränderungen verlaufen rasant, und mitunter fehlt das notwendige Fachwissen. Laut einer aktuellen Studie:
- 97 % der Software-Testing-Teams nutzen agentische KI bereits oder planen deren Einführung in naher Zukunft, während gleichzeitig
- 61 % der Führungskräfte einräumen, dass sie nicht wirklich verstehen, wie Softwaretests mithilfe von KI effektiv durchgeführt werden sollten.
Verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen ist jedoch äußerst schwierig, wenn man die technologischen Tiefen nicht vollständig überblickt.
Was kann schiefgehen? Die Fallstricke einer schnellen KI-Einführung
Mangelndes Vertrauen in KI
Wenn Anwender oder sogar Führungskräfte der Technologie nicht vertrauen, kann die gesamte Einführung scheitern. Zwar sind 72 % der Befragten der Meinung, dass agentische KI bis 2026 in der Lage sein wird, Softwaretests vollständig autonom durchzuführen, gleichzeitig fühlen sich jedoch ebenso viele unwohl bei dem Gedanken, KI-Agenten vollständigen Datenzugriff zu gewähren. Diese Vertrauenslücke stellt ein enormes Hindernis dar – insbesondere in Großunternehmen, in denen Datenschutz, regulatorische Compliance und der Schutz der Unternehmensreputation grundlegende Anforderungen sind.
Fragen der Verantwortlichkeit beim Einsatz von KI
Die Mehrheit der Befragten (85 %) nannte in der bereits erwähnten Studie ein hybrides Betriebsmodell als ideale Option, wenn es darum geht, in welchem Umfang Aufgaben an KI delegiert werden sollten. KI ersetzt den Menschen nicht, sondern ergänzt ihn. Wenn agentische KI jedoch Fehler macht, geben 60 % der Organisationen nach wie vor eher den Menschen als der Technologie die Schuld. Umso wichtiger sind langfristig klar definierte Regeln zur Verantwortlichkeit und Rechenschaftspflicht.
Datenlecks, Halluzinationen und erhebliche Risiken
Generative KI-Modelle arbeiten mit enormen Datenmengen, und ihre Funktionsweise ist oft wenig transparent. Dadurch entstehen Risiken wie Datenlecks sowie sogenannte „Halluzinationen“, also die Generierung falscher oder nicht existierender Informationen. Insbesondere in stark regulierten Branchen wie dem Finanz- oder Gesundheitswesen gehen Unternehmen daher deutlich vorsichtiger vor. Eine erfolgreiche KI-Einführung erfordert eine sorgfältige Planung, robuste Sicherheitsprotokolle und strenge Regeln für das Datenmanagement.
Worauf sollte man bei der Einführung KI-basierter Technologien in Großunternehmen achten?
Eine klare Vision ist unerlässlich.
Es muss klar formuliert werden, wie KI die strategischen Ziele des Unternehmens unterstützt und welchen konkreten geschäftlichen Mehrwert sie schafft. Ohne langfristige Planung und echtes Commitment ist das nicht umzusetzen. Der Fahrplan sollte realistisch sein und sich an der Reife der Organisation, den verfügbaren Ressourcen sowie den potenziellen Risiken orientieren.
KI-Systeme müssen transparent und ethisch handeln.
Dies ist sowohl für die gesellschaftliche Akzeptanz als auch für den langfristigen Erfolg entscheidend. Dazu gehören ein verantwortungsvoller Umgang mit Daten, die Minimierung von Verzerrungen in Algorithmen sowie der Einsatz von Explainable AI (XAI), damit Entscheidungen nachvollziehbar bleiben. Langfristig braucht es dafür ein klares Führungsmodell und eindeutige Regeln zur Autonomie von KI-Agenten.
Ohne Qualifizierung der Mitarbeitenden und kulturellen Wandel geht es nicht.
Der Aufbau von KI-Grundlagenwissen, das Verständnis ethischer Fragestellungen sowie die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Teams und eines qualitätsorientierten Mindsets sind unverzichtbar.
Es geht um mehr als einen technologischen Wandel.
Die Integration von KI in großunternehmerische IT-Projekte stellt bestehende Aufgaben und Verantwortlichkeiten grundlegend neu auf. Konzepte wie Shift Everywhere, die Verzahnung von DevOps und KI oder die Transformation von QA-Rollen machen dies deutlich. Es braucht einen tiefgreifenden Perspektivwechsel und ein Überdenken etablierter Vorgehensweisen. Das dadurch entstehende Potenzial ist jedoch enorm.
Warum externe Partner bei der KI-Einführung wichtig sind
Die oben beschriebenen Aufgaben sind enorm anspruchsvoll, zeitaufwendig und gehen oft über die klassischen IT-Themen hinaus. Mit dem richtigen Partner lässt sich das Unternehmen sicherer durch den Übergang navigieren und das Risiko eines Scheiterns minimieren.
Einige Empfehlungen für IT-Leitende vor der KI-Umstellung:
- Wählen Sie externe Partner mit tiefgehender IT-Systemkenntnis und fundiertem KI-Expertise.
- Stellen Sie sicher, dass der Partner Erfahrung in der Einführung neuer Technologien hat und die Unternehmenskultur von Großunternehmen versteht.
- Setzen Sie auf strategische Projektmanagement-Ansätze, die den gesamten Lebenszyklus abdecken.
- Vermeiden Sie „Out-of-the-Box“-Lösungen; bevorzugen Sie Anbieter, die bestehende Infrastruktur und die geschäftlichen Ziele Ihres Unternehmens berücksichtigen.
Als unabhängiges Beratungsunternehmen vereint TestIT all diese Erfahrungen: maßgeschneiderte Lösungen, aktuelles KI-Know-how und langjährige Erfahrung in IT-Einführungen und Testing, sowie eine ganzheitliche strategische Perspektive. So begleitet TestIT Partner sicher durch den gesamten Prozess.
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Quellen:
Testing Organizations' Widespread Adoption of Agentic AI, but Leadership Lags in Understanding
7 ways AI is changing software testing
Shift Everywhere in Software Testing: The Future with AI and DevOps


